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Link des Monats: Europäische Geschichte Online (EGO)

http://www.ieg-ego.eu/?set_language=de

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2012, Januar

Europäische Geschichte Online (EGO) ist eine Internet-Plattform zur Geschichte Europas, die sich aus multimedialen Wissenseinheiten zu europäischen Transferprozessen von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zusammensetzt. Autoren und Fachreferenten rekrutieren sich aus der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft.

Das Projekt

Das Projekt nimmt Prozesse interkulturellen Austauschs in der europäischen Geschichte in den Blick, die über staatliche, nationale und kulturelle Grenzen hinauswirkten. EGO beschreibt Europa als einen stets in Wandlung befindlichen Kommunikationsraum, in dem vielgestaltige Prozesse der Interaktion, Zirkulation, Überschneidung und Verflechtung, des Austauschs und Transfers, aber auch von Konfrontation, Abwehr und Abgrenzung stattfanden.

Europäische Geschichte Online (EGO)

Zehn Themenstränge (Threads) ermöglichen einen gezielten Zugriff auf die Inhalte. "Überblicke" vermitteln Hintergrund- und Kontextinformationen. "Basiselemente" beschreiben und analysieren bestimmte Transferprozesse von europäischer Relevanz. "Vertiefungselemente" enthalten Materialien und Informationen zu einzelnen Aspekten oder stellen bestimmte Personen vor, die bedeutsam für interkulturelle Transferprozesse waren.

Neben den Threads gibt es Einstiegsmöglichkeiten nach Zeit, Thema und Raum. Bis 2013 sollen sukzessive über 200 Beiträge publiziert werden.

Europäische Geschichte Online (EGO)
Themenstrang/ Thread "Crossroads"

Multimedialität

Der Medienwechsel, den Europäische Geschichte Online vollzieht, fordert das Konzept eines mehrbändigen gedruckten Überblickswerks heraus, das in der Regel 20 bis 50 Jahre auf eine Neuauflage warten muss. Dem dynamischen Europa-Verständnis entspricht eine dynamische Publikationsform: Die Beiträge können, je nach Fortgang der Forschung, in einem zweijährigen Rhythmus aktualisiert werden, und das System kann sukzessive um neue Beiträge erweitert werden, um neuen Entwicklungen in der Forschung Rechnung zu tragen. Ältere Versionen eines Beitrags bleiben weiterhin zugänglich.

Dazu schöpft EGO das multimediale Potential des Internets aus. Bild-, Ton- und Filmdokumente illustrieren nicht nur das Geschriebene, sondern erzählen mitunter ihre eigenen Transfergeschichten und ermöglichen neue Verknüpfungen. Das Transdisziplinäre von EGO stellt sich ganz wesentlich auch über die den unterschiedlichsten Textbeiträgen zugeordneten Bilder, Grafiken, Karten, Tabellen, Filmausschnitte und Tonaufnahmen her. Diese Vernetzungen erfolgen einerseits über interne Links zu Elementen, die innerhalb von EGO publiziert werden, andererseits über Links auf extern publiziertes Bildmaterial, digitalisierte oder anderweitig online publizierte Textquellen und Personennormdaten sowie – in den Anmerkungen – auf wissenschaftliche Literatur und weitere wissenschaftliche Online-Ressourcen. Das dynamische EGO-System führt somit das Angebot internationaler Online-Ressourcen zur europäischen Geschichte thematisch gebündelt zusammen.

Projektpartner und Kooperationen

Programmierung und Design von EGO werden am Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier verantwortet. Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) in München übernimmt die Langzeitarchivierung.

Die Webseite wird in deutscher und englischer Sprache angeboten. Sie wird seit 2009 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Eine ausführliche Einleitung bietet der Artikel:
EGO | Europäische Geschichte Online – eine transkulturelle Geschichte Europas im Internet / von Joachim Berger, Jennifer Willenberg, Lisa Landes



Der Text entstammt grösstenteils der weitaus detaillierteren Beschreibung auf der Webseite von EGO.
 

Service-Funktionen

Suche auf der Website www.fu-berlin.de


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